Der Verein The Büez entstand im Frühling 2005, als Christian Spieler und Ron Prêtre von der Stadt Luzern angefragt wurden, eine Bar auf der Parkanlage „Ufschötti“ zu betreiben. Die Stadt Luzern verfolgte damit zwei Ziele: Erstens sollte die „Ufschötti“ sauberer und sicherer werden. Zweitens wollte man Langzeitarbeitslosen eine Arbeit und Tagesstrukturen bieten, um ihre Chancen auf dem Ersten Arbeitsmarkt zu verbessern. Das Projekt „Ufschötti“ hat nicht nur beide Ziele erreicht, sondern auch einer neuen Idee den Weg geebnet:
Ein Projekt für Langzeitarbeitslose mit Berufserfahrung im Bürobereich (Kaufmännische Angestellte, Grafiker, Telefonisten) wurde während fünf Monaten ausgearbeitet. Es sollte ein für die Schweiz neuartiges Projekt sein, keine Scheinfirma, sondern ein Büro wie jedes andere auch. Ausserdem wollte man sich an jene zahlreichen Langzeitarbeitslosen richten, welche keine Handwerker sind oder aus gesundheitlichen Gründen nicht auf dem Bau oder in der Produktion arbeiten können. Das Büro soll ihnen eine Chance bieten, in ihren gelernten Beruf zurückzukehren.
Aufgrund des Erfolges im Büro und wegen der geäusserten Bedürfnisse der sozialen Institutionen in der Zentralschweiz entschloss sich der Verein, im Frühling 2007 ein weiteres Projekt nach demselben Konzept zu lancieren: das Hotel-Restaurant Sonnenberg. Analog zum Bürobetrieb in Luzern bietet das Projekt Hotel-Restaurant Sonnenberg rund 35 Stellen für junge und erwachsene Langzeitarbeitslose, welche ihre Fähigkeiten in der Gastronomie wieder auffrischen oder einen ersten Grundstein für eine spätere Lehre im Gastgewerbe legen möchten. Durch die Ausweitung von The Büez auf den Sonnenberg in Kriens ist der Bekanntheitsgrad dieses Arbeitsintegrationsprogramms stark gestiegen. Das anfangs noch lokale Angebot ist zu einem interkantonalen Projekt geworden.
Durch die Revision des Arbeitslosengesetzes am 1. April 2011 hat sich das Angebot des Vereins einschneidend geändert. Haben vor diesem Zeitpunkt vor allem langzeitarbeitslose Menschen am Arbeitsintegrationsprojekt teilgenommen, ist die Belegschaft heute sehr viel heterogener. So arbeiten wir heutzutage nicht nur mit der Sozialhilfe zusammen, sondern auch mit der Invalidenversicherung, der Arbeitslosenkasse, den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren und verschiedener Schulbehörden. Grundsätzlich sind alle arbeitsuchenden Menschen willkommen, welche im Ersten Arbeitsmarkt Fuss fassen wollen.